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Mein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an der Monte Balan 2012/13
von Cynthia Rohde

Als ich mich für ein Freiwilliges Soziales Jahr beworben habe, wusste ich nicht, was auf mich zukommt. Ich wurde als Schulbegleiterin an der Monte Balan eingesetzt für drei Kinder, die ich noch vor Schulbeginn kennenlernen durfte. Als ich erfuhr, dass zwei Kinder Down-Syndrom haben, hatte ich ein bisschen Angst, weil ich nicht wusste, wie ich mich verhalten sollte, aber als ich dann kam und sofort umarmt wurde, war jede Sorge und jede Angst sofort verflogen und ich fühlte mich wohl und war glücklich über meine Entscheidung. Alle drei schloss ich sofort in mein Herz.

In der Schule war die Anfangszeit zwar etwas schwierig bis wir uns aneinander gewöhnt haben und wussten, wie der Andere tickt, aber als wir dies überwunden haben, sprach ich immer von „meinen“ Kindern – da wir am Tag sehr viel Zeit miteinander verbracht haben. Ich begleitete sie durch ihren Schulalltag und half ihnen, wenn sie Schwierigkeiten hatten. Mir wurde am Anfang gesagt, dass es meine Aufgabe als Schulbegleiterin sei, dass „unsere“ Kinder mich nicht mehr brauchen und so gut wie alles alleine meistern können. So versuchte ich ihnen bei dieser Unabhängigkeit zu helfen und lernte von „meinen“ Kindern viel dazu, zum Beispiel ohne Sorge durch das Leben zu gehen und das ein Lachen viel bewirken kann. Dieses Jahr hat mich stärker gemacht und dafür bin ich jedem, der mich dabei begleitet hat, dankbar.

Wir wurden zu einem unschlagbaren Team, das vieles zusammen gemeistert hat und sich immer unterstützte.

Auch heute vergeht kein Tag, an dem ich nicht an „meine“ drei Kinder denke, die mich in meiner Berufswahl bestätigt haben.