Fragen & Antworten

Was lernen die Kinder in unserer Schule?
Was ist die WERKSTATT DER GENERATIONEN?
Wie wird unser Unterricht gestaltet?
Wie verbringen die Kinder ihre Mittagspause?
Warum arbeiten die Kinder bei uns in jahrgangsgemischten Klassen?
Welche Kinder werden an unserer Schule aufgenommen?
Welche Lehrer unterrichten an unserer Schule?
Wie unterrichten unsere Lehrer?
Wie müssen sich die Eltern engagieren?
Wie werden die Kinder benotet?
Welchen Abschluss bekommen unsere Kinder?
Wodurch unterscheidet sich unsere Schule von einer öffentlichen Grundschule?
Welche Kosten fallen an?
Wie wird unsere Schule finanziert?


Was lernen die Kinder in unserer Schule?

Die Unterrichtsinhalte unserer Schule orientieren sich an dem jeweils gültigen Bayerischen Lehrplan und halten dessen Ziele ein. Das vernetzte und fächerübergreifende Lernen setzen wir in unserer Konzeption mit Hilfe der Schulpädagogik nach Maria Montessori konsequent um. Lerninhalte, die nicht eindeutig bestimmten Unterrichtsfächern zugeordnet werden können, werden fächerübergreifend vermittelt. Diese Verknüpfung von Zielen, Inhalten und Methoden verschiedener Unterrichtsfächer fördert die Motivation der Schüler/-innen, das Denken in Zusammenhängen sowie das Behalten und Anwenden des Gelernten.

Die Lehrplaninhalte und deren zeitliche Abfolge werden den Richtlinien der Montessori Pädagogik angepasst. Das bedeutet, dass die für einzelne Fächer vorgesehenen Stunden (laut geltender Stundentafel Art. 90 BayEUG) auf ein Jahr und der Lehrplaninhalt der Grundschule auf vier Jahre verteilt werden können bzw. sie orientieren sich stofflich an den Bildungsendzielen der staatlichen Volksschule bis zum Mittleren Bildungsabschluss.

Aufgabe des Unterrichts ist es, die Kinder individuell zu fördern und ihnen die Grundlagen für eigene Lernprozesse und das soziale Zusammenleben zu vermitteln. Im Mittelpunkt dieser pädagogischen Bemühungen steht die Absicht, dass die Kinder ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten und Begabungen bestmöglich entwickeln.Ein zusätzlicher Schwerpunkt gemäß unserem pädagogischen Konzept stellt die WERKSTATT DER GENERATIONEN dar, in der unterrichtsbegleitende Projekte erarbeitet werden.

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Was ist die WERKSTATT DER GENERATIONEN?

Was in vergangenen Jahrhunderten völlig normal war, nämlich dass unterschiedliche Generationen zusammen wohnten und lebten und voneinander profitierten, das ist heute eine Ausnahme.In unserer heutigen Welt leben verschiedene Generationen einer Familie nur noch sehr selten in engem Miteinander. Dadurch gehen Erfahrungswissen und soziale Fähigkeiten verloren. In unserer Schule dagegen gehört das Miteinander von Alt und Jung in der Werkstatt der Generationen zum Schulalltag. Sie ist ein festes Element unserer Schule und fördert den Dialog der Generationen und das generationenübergreifende Lernen. Alt und Jung begegnen sich regelmäßig und führen gemeinsam Aktionen und Projekte durch.

An der Werkstatt der Generationen nehmen ehrenamtlich Menschen ab 55, 65, 75 .... , teil, die vorrangig in der Schule aber auch in Altenheimen, Altenservice Zentren etc. mit den SchülerInnen und Pädagogen/-innen zusammen kommen.Die älteren Menschen bringen sich, ihre Erfahrungen, Leidenschaften und auch beruflichen Kenntnisse ein und lassen die SchülerInnen daran teilhaben. Umgekehrt lernen auch die Älteren von den Jüngeren. Gerne können und sollen auch Experten ihr Fachwissen vermitteln und so unterrichtsnah eingebunden werden.

Wir möchten erreichen, dass ein Lernen der unterschiedlichen Generationen von- und miteinander zum Alltag wird und so Vorurteile abgebaut werden und Integration gelebt wird.

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Wie wird unser Unterricht gestaltet?

Unsere Schule wird nicht nur als Lernraum gesehen, sondern als ein die Kinder in ihrer Ganzheit betreffender Lebens- und Erfahrungsraum, in dem sich entscheidende Schritte ihres seelischen und geistigen Wachstums vollziehen. Das Lernumfeld soll so gestaltet werden, dass Kinder sinnliche und soziale Erfahrungen machen können. Die vorbereitete Umgebung soll Mittel zur Selbsterziehung enthalten und dem Lern-, Lebens- und Entwicklungsraum der Kinder angepasst sein, um ihre Selbständigkeit und Unabhängigkeit von den Lehrpersonen zu ermöglichen. Im Klassenraum sind Schränke und Regale offen zugänglich, das Material ist nach den verschiedenen Lernbereichen strukturiert und überschaubar geordnet.

Es soll unabhängig von den Erwachsenen von seinem Platz genommen und wieder zurückgestellt werden können. Alles hat seinen festen Platz. Dies dient der Orientierung der Kinder und regt sie zum zielgerichteten Handeln an. Die äußere Ordnung trägt zu ihrer inneren Ordnung und Konzentration bei. Die Montessori Materialien sind so gestaltet, dass sie die Entwicklung der Kinder unterstützen. Sie wecken ihre Neugier und führen zu tiefer Konzentration. Die Kinder können mit ihnen ihre Lernerfolge selbst kontrollieren. Gegebenenfalls sind bei der Vorbereitung der Lernumgebung besondere Bedingungen einzelner Kinder zu berücksichtigen, damit sie zu möglichst selbstständiger Arbeit befähigt werden und an den Lernprozessen ihrer Klasse teilhaben können.

In der Freiarbeit in der die Kinder selbstständig und weitgehend eigenverantwortlich Wissen und Können erwerben. Sie bestimmen Ort und Inhalt sowie Dauer und Tempo ihrer Arbeit und entscheiden, ob sie alleine oder mit anderen arbeiten wollen. Sie lernen Informationen einzuholen, sich ihre Arbeit einzuteilen, die nötigen Materialien zusammenzustellen sowie ihren Arbeitsplatz vorzubereiten und wieder aufzuräumen. Auf diese Weise erwerben sie sich Arbeitstechniken und Lernstrategien. Die Lehrpersonen geben individuelle Lernanreize und machen Arbeitsvorschläge. Sie werden von ihnen in den Gebrauch der Lernmaterialien eingeführt, erhalten Beratung und jede notwendige Hilfe. Zeigen die Kinder, dass ihre Tätigkeit auch ohne Hilfe sinnvoll ist, gestalten sie ihre Lernvorhaben völlig selbstständig. Kinder, die von allein nicht zum rechten Gebrauch der Freiheit finden, werden von den Lehrpersonen behutsam, aber konsequent geleitet, bis sie gelernt haben, mit ihrer Freiheit sinnvoll umzugehen.

Die Klasse kommt regelmäßig im Sitzkreis zusammen und wird hier als Gemeinschaft angesprochen. Mögliche Tätigkeiten sind Singen, Lesen, Erzählen.In der Klassenkonferenz wird der Schulalltag reflektiert und geplant, es werden Probleme angesprochen und notwendige Regeln gemeinsam vereinbart. Diese Regeln werden von den Kindern selbst aufgestellt. Wenn die Kinder ihre Regeln selbst bestimmen können, sind sie eher in der Lage, sie einzuhalten bzw. die Notwendigkeit ihrer Einhaltung zu akzeptieren. Überflüssig gewordene Regeln können geändert oder gestrichen werden.

In gebundenen Darbietungen werden die Kinder gemeinsam angesprochen. Dies kann gelten für die Bereiche Musik-, Kunst-, Werk- und Sportunterricht. In den Bereichen Deutsch und Mathematik können so zum Beispiel außerhalb der Freiarbeit Lerninhalte vorgestellt, geübt und nachbereitet werden. Eine enge Verbindung zur Freiarbeit besteht dadurch, dass die in den gebundenen Unterrichtseinheiten behandelten Themen in der Freiarbeit vertieft und eingeführte Arbeitstechniken geübt werden können. Umgekehrt kann die Beschäftigung eines Kindes oder einer Schülergruppe auch Ausgangspunkt für ein Thema in den gebundenen Unterrichteinheiten werden. Hausaufgaben sind grundsätzlich nicht vorgesehen. Einige Bereiche der gebundenen Unterrichtseinheiten wie Sport, Werken, Musik, Religion oder Fremdsprachen werden von dafür eingestellten Fachlehrpersonen unterrichtet, wenn die Lehrpersonen der Klasse dazu nicht befähigt sind. Eine enge Zusammenarbeit und pädagogische Abstimmung zwischen allen Lehrpersonen ist Voraussetzung für einen reibungslosen Schulalltag und die Lernerfolge der Kinder.

Eine Strukturierung und eine durchdachte Zeitplanung des Schultags und der Woche durch die Lehrpersonen in Zusammenarbeit mit den SchülerInnen trägt zur Rhythmisierung des Unterrichts bei. Bei einer Unterrichtsplanung, die sich an den anstehenden Aufgaben und Lernbedingungen der SchülerInnen orientiert, ist es in den jahrgangsübergreifenden Klassen zweckmäßig, vom 45-Minuten-Rhythmus abzuweichen. Regelmäßig wiederkehrende Elemente der Unterrichtszeit am Vor- und Nachmittag wie Anfangsphase, Mittagspause und Unterrichtsende werden in besonderer Weise pädagogisch gestaltet. Sie geben einen festen Ordnungsrahmen und schaffen eine Atmosphäre der Sicherheit und des Vertrauens.

Projekte haben einen festen Platz im Unterricht. Für Kinder interessante Themen werden untersucht und bearbeitet. Es kann sich die ganze Klasse an einem Projekt beteiligen oder einzelne Gruppen, es können Eltern hinzugezogen werden oder Fachleute und Spezialisten von außen. In einem großen Projekt, der Werkstatt der Generationen, arbeiten alle Kinder an einem Jahresthema. Die Ergebnisse aller Projekte werden zum Abschluss des Projektes vorgestellt.

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Wie verbringen die Kinder ihre Mittagspause?

Die Mittagspause verbringen die Kinder gemeinsam mit Ihren Pädagogen/-innen in der schuleigenen Mensa. Das Essen wird in unserer eigenen Küche von einem Koch und seinem team fertig zubereitet. Dem Mittagessen schließt sich eine Hofpause an.

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Warum arbeiten die Kinder bei uns in jahrgangsgemischten Klassen?

Maria Montessori erkannte, dass Kinder nicht nur durch die Anregungen lernen, die von Erwachsenen ausgehen, sondern auch durch Anregungen, die sich Kinder untereinander geben. Letztere sind vielfach effektiver und lustbetonter. Darum forderte sie, dass das Zusammenleben von drei Jahrgangsstufen im Kindergarten (Drei-, Vier- und Fünfjährige) in der Schule fortgesetzt werden müsse.

Wenn die sechsjährigen Kinder in die Schule aufgenommen werden, kommen sie dort in eine Klasse mit Sieben- bis Neunjährigen (1 bis 3). Sie wachsen auf natürliche Weise in die Klassen hinein. Die sozialen Regeln werden ihnen vorgelebt und müssen nicht neu erarbeitet werden. Hilfen erhalten die Erstklässler jederzeit von den Größeren. Sie sehen, was die Größeren tun und lassen sich davon anregen. Die individuelle Gestaltung des Unterrichts ermöglicht ihnen, auf ihrem eigenen Entwicklungsniveau zu arbeiten, ohne sich überfordert zu fühlen. Ein Jahr später gehören sie zu den Größeren und helfen wiederum den Kleineren, sich in die Schule einzuleben. Dem Entwicklungszyklus entsprechend setzen sich unsere Lerngruppen aus der Jahrgangsstufen 1 bis 3, 4 bis 6, 7 und 8 sowie 9 und 10 zusammen. Durch die jährliche neue Zusammensetzung der Klassen entsteht eine Gruppendynamik, wodurch die sozialen Kompetenzen der Kinder enorm gefördert werden und Lernanreize in der Gruppe entstehen.

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Welche Kinder werden an unserer Schule aufgenommen?

Die Schule ist offen für Menschen aller Weltanschauungen, Nationalitäten, Religionen und Hautfarben, unabhängig von ihrem sozialen Status. Wünschenswert für die Schule ist die Aufnahme von Kindern, die vorher ein Montessori Kinderhaus besucht haben und daher Erfahrung mit der Pädagogik nach Maria Montessori erworben haben. Dies ermöglicht für die Kinder, das Team und die Eltern eine direkte Fortsetzung der Pädagogik. Es werden jedoch auch Kinder aus anderen Kindergärten oder Schulen als Quereinsteiger aufgenommen. Grundsätzlich ist unsere integrative Montessori Schule für alle Kinder geeignet, die schulfähig sind.

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Welche Lehrer unterrichten an unserer Schule?

Alle Lehrpersonen unserer Schule haben ein anerkanntes Montessori Diplom erworben oder es im Rahmen einer Berufsbegleitenden Zusatzausbildung erworben. Sie müssen über moderne integrationspädagogische Kenntnisse verfügen, defektorientiertes Denken überwunden haben und sich dem sozialen Modell von Behinderung der WHO verpflichtet fühlen. Unser Schulleiter Thomas Hepperle verfügt über viele Jahre Erfahrung als Montessori Pädagoge. Für die pädagogische Arbeit in der Klasse sind grundsätzlich mindestens zwei Pädagogen/-innen vorgesehen. Der Klassenleitung stehen ausgebildete Montessori (Heil-) Pädagogen/-innen und bei Bedarf Montessori Therapeuten/-innen zur Seite, die die vorbereitete Umgebung unterstützen und den integrativen Gruppenprozess begleiten.

Die pädagogischen Teams der integrativen Klassen unterstützen sich gegenseitig, tauschen sich untereinander aus und stehen in enger Verbindung mit den Erziehungsberechtigten. Zusätzlich unterrichten an unserer Schule Fachlehrkräfte, zum Beispiel für die Fremdsprachen Englisch, Spanisch, Musik oder Sport. Bei Bedarf stehen einzelnen Kindern Hilfskräfte für körperliche Assistenz zur Verfügung, die nicht in den pädagogischen Prozess involviert sind. Die Lehrpersonen unserer Schule erhalten einen Anstellungsvertrag, in dem die allgemeinen arbeitsvertraglichen Bedingungen und die regelmäßige Pflichtstundenzahl festgelegt sind. Die Bezahlung orientiert sich an der Besoldung der Lehrpersonen an öffentlichen Schulen. Die Sozialversicherung entspricht den gesetzlichen Vorschriften.

Der Verein beabsichtigt, für Personalkosten und Schulaufwand gemäß Art. 29, 31 und 32 BayVSchG staatliche Förderung zu beantragen. Die im Rahmen der Werkstatt der Generationen tätigen Menschen 55 plus – aktive Senior-Experten/-innen – erhalten eine Vereinbarung über die Arbeit in den einzelnen Projekten, bei der die Rahmenbedingungen für die anfallenden Tätigkeiten definiert werden. Sie arbeiten ehrenamtlich.

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Wie unterrichten unsere Lehrer?

Die Lehrperson bekommt in der Montessori Pädagogik eine gegenüber anderen Schulen andere, neue Rolle. Sie soll sich als BeobachterIn und HelferIn des Kindes verstehen. Montessori spricht von ihrer dienenden Funktion. Das Kind kann bestimmen, was es wann wie lange macht. Das Material motiviert es zu seinen Aktivitäten, nicht seine Lehrperson. Sie wird zum Mittler zwischen Material und Kind, wo dies nötig ist. Sie weiß von jedem einzelnen Kind, welche Lernziele es schon erreicht hat und welche Schwierigkeiten es gerade meistern muss. Nötigenfalls bietet sie ihre Hilfe an, macht das Kind mit einem neuen Material vertraut und unterstützt seine Eigenaktivität. Die grundlegende Haltung der Lehrperson gegenüber dem Kind soll nach Montessori durch Geduld, Liebe und Achtung geprägt sein.

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Wie sollen sich die Eltern engagieren?

Gegenseitiges Vertrauen und Unterstützung von Schule und Elternhaus bilden die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit. Die Eltern tragen zum Erfolg ihrer Kinder bei, indem sie deren in der Schule erworbene Kenntnisse mit übernehmen, festigen und verselbstständigen. Dazu brauchen die Eltern Wissen über die Montessori Pädagogik. Die Eltern verpflichten sich, an den regelmäßig stattfindenden pädagogischen Informationsveranstaltungen teilzunehmen.Die tatkräftige Mitarbeit der Eltern am Schulkonzept, am Schulprofil und am Schulleben ist ausdrücklich erwünscht. Eltern leisten Arbeit für die Schulgemeinschaft: Wir haben die Arbeit der Eltern auf einen Pflichtstundensatz von mindestens 40 Stunden pro Schuljahr/Familie/Kind festgelegt, bei Alleinerziehenden 20 Stunden pro Kind.

Wichtig für die Eltern ist auch, sich ihrer Vorbildfunktion gewahr zu sein. Ihr Mittragen der Montessori Pädagogik wirkt sich befruchtend auf die Beziehung zwischen Eltern, Lehrpersonen und Kindern aus. Die Anwesenheit der Eltern bei Projekten, Aktionen und Festen soll dazu beitragen, dass Schule nicht nur als Lern-, sondern auch als Lebensort begriffen wird. Die Schule bemüht sich um gute, durch gegenseitige Wertschätzung geprägte Kontakte zu den Eltern. Nur in positiven Beziehungen zueinander können sich Kinder gesund entwickeln.Regelmässige Elternabende schaffen eine Informationsplattform über das Klassenleben, über Erfolge und Probleme. In Einzelgesprächen können die Eltern mit den Lehrpersonen Informationen über das Kind austauschen. Bei Problemen zwischen Elternhaus und Schule soll eine Vertrauensperson zu deren Lösung einbezogen werden.Die Anzahl der Mindeststunden, die im Rahmen dieser Mithilfe geleistet werden, wird im Schulvertrag geregelt. Die Mitgliedschaft der Eltern im Monte Balan Förderverein e.V. ist für eine Aufnahme freiwillig.

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Wie werden die Kinder benotet?

In Beobachtungsbögen werden die individuellen Lernfortschritte – bis hin zur Überprüfung – von den Lehrkräften regelmäßig dokumentiert, um sie dann im Rahmen der IzEL ein- bis zweimal pro Jahr festzuhalten. Die IzEL orientieren sich stofflich an den Bildungsendzielen der staatlichen Volksschule bis zum Mittleren Bildungsabschluss. Sie entstehen aus den kontinuierlichen Beobachtungen der Lehrpersonen sowie in einem interaktiven Prozess zwischen Lehrpersonen und SchülerInnen. Intensive Gespräche im Verlauf des Schuljahres und anlässlich der Erstellung des IzEL dienen dazu, dass sich bei den SchülerInnen die Fähigkeiten zur Selbstreflexion, zur Selbsteinschätzung und zur Selbsterkenntnis entwickeln können.

Fragen wie "Wo stehe ich?", "Was kann ich?", "Was fällt mir schwer?", "Woran muss ich arbeiten?" und "Was nehme ich mir vor?" vertiefen diese Prozesse. IzEL bestehen aus ausführlichen Darstellungen zur Persönlichkeitsentwicklung, zum Sozialverhalten und zum Lernfortschritt. Sie sind sowohl in Form von pädagogischen Wortgutachten als auch in einer kategorisierten Dokumentationsform abgefasst. Für die Dokumentation durch die Lehrpersonen ist in der Montessori Pädagogik eine empathische Beobachtung fundamentales Grundprinzip. Alle SchülerInnen werden nach einer aufzubauenden Struktur genau und detailliert gewürdigt, wobei eine Gliederung in Aspekte der inhaltlichen Erarbeitung und solche des Sozial- und Arbeitsverhaltens erfolgt.

Die Dokumentation durch die SchülerInnen geschieht durch deren Selbstreflexion der eigenen Aktivitäten und Leistungen. Dies kann mittels eines Schülertagebuchs, eines Karteikartensystems oder eines anderen Dokumentationssystems erfolgen.Aufbau und Inhalt der Informationen zum Entwicklungs- und Lernprozess (IzEL) werden ebenso wie die Vorlagen für die Nachweise vom Montessori Landesverband Bayern e.V. angelehnt. Auf die entsprechende Vereinbarung des Bayerischen Ministeriums für Unterricht und Kultus mit dem Montessori Landesverband Bayern e.V. darf ergänzend verwiesen werden.Zu den üblichen Zeugnisterminen erhalten die Eltern in einem ausführlichen Gespräch Informationen über das Arbeits- und Sozialverhalten und über den Leistungsstand ihres Kindes in Form einer verbalen Beurteilung. Das Gespräch gibt Aufschluss darüber, wann das Kind bestimmte Lernziele sicher, fast sicher oder noch nicht erreichte. Grundsätzlich rücken die SchülerInnen in die nächste Jahrgangsstufe vor. Über Ausnahmen von dieser Regelung entscheidet die Lehrerkonferenz.

Die Eltern werden in diesen Entscheidungsprozess mit einbezogen. Zum Abgang von der Montessori Schule wird der erreichte Leistungsstand einer Schülerin bzw. eines Schülers in einem Lernentwicklungsbericht dokumentiert. In besonderen Fällen wird nach Absprache ein Notenzeugnis ausgestellt. Für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf wird am Ende eines jeden Schuljahres darüber hinaus ein Entwicklungsbericht erstellt, der mit den Eltern besprochen und ihnen ausgehändigt wird und in die Schülerakte des Kindes eingeht.

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Welchen Abschluss bekommen unsere Kinder?

Mögliche Abschlüsse sind

  • Große Arbeit während der 8. und 9. Jahrgangsstufe
  • Erfolgreicher Hauptschulabschluss nach Beendigung der 9. Jahrgangsstufe
  • Qualifizierter Hauptschulabschluss nach Beendigung der 9. Jahrgangsstufe – externe Prüfung
  • Mittlerer Bildungsabschluss nach Beendigung der 10. Jahrgangsstufe – externe Prüfung ab der 7. Jahrgangsstufe M-Kurse zur Vorbereitung auf externe Prüfung

Die fachgebundene oder allgemeine Hochschulreife kann derzeit über weiterführende Schulen, wie z. B. die Montessori Fachoberschule München, kurz MOS genannt, erworben werden.

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Wodurch unterscheidet sich unsere Schule von einer öffentlichen Grundschule?

In der von uns geplanten Montessori Schule sollen Kinder ab der ersten Grundschulklasse bis zur 10. Jahrgangsstufe gemäß den Prinzipien der Montessori Philosophie zusammen leben und lernen. Dieser Schulzyklus, der nicht durch den Zwang zum Übertritt in eine andere Schulart nach der vierten Jahrgangsstufe unterbrochen wird, die Altersmischung, der rhythmisierte Unterricht und die Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Bedarf oder auch Hochbegabung sind wesentliche Aspekte der Montessori Pädagogik, deren zentrales Anliegen bei der Erziehung und Ausbildung von Kindern Maria Montessori selbst wie folgt umschreibt:„Hilf mir es selbst zu tun.“Aus diesem Konzept ergeben sich einige Unterschiede zur Regelschule:

Unterschiede in den Lerninhalten
Die Kinder lernen grundsätzlich die gleichen Inhalte wie an einer öffentlichen Schule, aber ohne eine starr festgelegte Reihenfolge oder Festlegung einzelner Inhalte auf einzelne Jahrgangsstufen. Kinder, die bei der Einschulung beispielsweise schon lesen können, arbeiten individuell dort weiter, wo sie bereits stehen. Aufgrund der individuellen Arbeitsweise kann es vorkommen, dass einzelne Themen weniger, andere dafür besonders stark intensiviert werden oder dass Kinder mehr lernen, als der offizielle Lehrplan vorschreibt. Neben Englisch ab der 1. Klasse bieten wir auch die Möglichkeit an, Spanisch zu erlernen. Stärkung der Selbstständigkeit, eigenverantwortliches Arbeiten und das soziale Lernen erhalten einen besonderen Stellenwert.

Unterschiede in den Methoden
Der Unterricht läuft nicht lehrerzentriert ab, sondern orientiert sich weitgehend an den individuellen Lernbedürfnissen und -möglichkeiten der Kinder. Zentrale Arbeitsweise ist die Freiarbeit, in der die Kinder lernen, entsprechend ihrem individuellen Entwicklungsstand selbstständig und zunehmend eigenverantwortlich zu arbeiten. Dabei beschäftigen sich die Kinder einzeln oder in kleinen Gruppen an ihren Tischen oder auf Teppichen mit den vorbereiteten Lernmaterialien. Die Kinder erarbeiten sich die Lerninhalte anhand besonderer Materialien und gelangen so über das "Begreifen" zunächst zu einem vertieften Verständnis und lernen anschließend schrittweise zu abstrahieren. Das Lernen erfolgt mit allen Sinnen. Unsere Schüler arbeiten nicht in homogenen Gruppen, wo gleiche Kinder jeweils zur gleichen Zeit im gleichen Tempo das Gleiche lernen. Gemäß den Erkenntnissen Maria Montessoris bilden wir bewusst heterogene Gruppen, d. h. jahrgangsgemischte Klassen der Stufen 1 bis 3, 4 bis 6 und 7 bis 9, wo unsere Kinder mit unterschiedlichem Vorwissen, Leistungsvermögen und auch unterschiedlicher Begabung und Motivation voneinander und miteinander lernen. Neben den positiven Auswirkungen auf den Lernerfolg ist dies die beste Vorbereitung für das wirkliche Leben. Auch gemeinsame Ausflüge und Projekte tragen dazu bei. Wir bewerten die Lernfortschritte der Kinder nicht mit Ziffernnoten. Motivation und Selbstbestätigung erfahren unsere Kinder weder über Leistungstests noch Noten, sondern über ihre individuellen Lern- und Entwicklungsschritte und ihre in Selbsttätigkeit erarbeiteten persönlichen Erfolgserlebnisse. Der Umgang mit besonderen Freiheiten und Entscheidungsmöglichkeiten, wie sie Kinder an Regelschulen üblicherweise nicht vorfinden, verlangt unseren Schülern zugleich ein hohes Maß an Disziplin ab. Erziehung zu Selbstständigkeit und Eigenverantwortung geht an unserer Schule stets einher mit klaren Regeln und Grenzen.

Unterschiede in der Organisation
Für den Besuch unserer Privatschule schließen die Eltern einen Schulvertrag mit dem Schulträgerverein. Die Eltern bezahlen Schulgeld und arbeiten darüber hinaus mit dem Pädagogischen Team als auch mit dem Trägerverein konstruktiv zusammen. Diese Kooperation ist intensiver als üblicherweise an öffentlichen Schulen und beinhaltet ausdrücklich auch die Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung und Mitsprache in unterschiedlichen Bereichen. In jeder Klasse werden die Kinder von zwei Pädagogen/-innen betreut. Eine Montessori Heilpädagogin ergänzt den Unterricht bei Bedarf. Der Unterricht findet von 8/8.20 bis zum Mittagessen statt. Nach dem Mittagessen arbeiten alle Kinder in den Lerngruppen an schulnahen Projekten bis 15.30 Uhr. Eine Nachmittagsbetreuung, auch Hort genannt, wird angeboten und kann bei Bedarf bis 17.30 Uhr gebucht werden. An die Hortbuchung ist die Ferienbetreuung gekoppelt.

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Welche Kosten fallen an?

Bearbeitungsgebühr

Aufnahmegebühr inkl. Elternschule

Darlehen/Spende*

Freiwillige Mitgliedschaft im Trägerverein

Materialgeld

Sonstige Beträge
(z.B. Ausflüge, Schulbegleiter**)

40 €

1 x bei Anmeldung

200 €

1 x bei Zusage

1500 €

1 x

75 € / Jahr

1 x im Jahr
Abbuchungsauftrag

ca. 75 € / Jahr
ab OGTS
33€ / Monat

nach Bedarf

zahlbar bis 30.1. des Jahres per Überweisung

zahlbar bis 1.4. des Jahres per Überweisung

zahlbar bis 1.9. des Jahres per Überweisung

um den 1.11. des Jahres

1.9. des Jahres

nach Bedarf


Schulgeld

Essensgeld
voraussichtlich
(Mittagessen)

Hort-/OGTS-Geld

Feriengeld

240€ (LG1-8)

300€ (ab OGTS)

je nach Buchung
(mit/ohne Ferien):
zw. 91 € und 106 €/Monat

2-3 h (15.30) = 93 €
3-4 h (16.30) = 125 €
4-5 h (17.30)= 169 €
Zeiten sind flexibel buchbar

Ab LG8: nur Ferien

variabel von 15 bis 45 Tagen,
von 5 bis 9 Stunden am Tag
flexibel buchbar

12 x im Jahr,
Reduzierung möglich.
Abbuchungsauftrag

 12 x im Jahr
Abbuchungsauftrag

12 x im Jahr monatlich.
Entgelt Ferienbuchung siehe unten,
Abbuchungsauftrag

12 x im Jahr monatlich. Entgelt Ferienbuchung bitte individuell erfragen.
Abbuchungsauftrag

ab 1.8. des Jahres
(12 x Jahr)

1.9. des Jahres

ab 1.8. des Jahres

ab 1.8. des Jahres


* Darlehen/Spende: Die Eltern stellen der Schule einen Betrag im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten zur Verfügung, durch ein zinsloses Darlehen oder eine Spende. Die Mittel dienen der Einrichtung.
** Hinweis für Familien mit Anspruch auf einen Eingliederungshilfe (Personenkreis §35, 53): Das Schulgeld wird seit 2015 nicht mehr vom Bezirk übernommen. Es können für die 3. Phase noch zusätzliche Kosten für den „Schulbegleiter“ entstehen. Dies ist sehr individuell und von Kind zu Kind unterschiedlich. Bitte sprechen Sie uns für Ihre Situation an. Gerne helfen wir rechtzeitig weiter.


Wie wird unsere Schule finanziert?

Als private Schule mit gemeinnützigem Trägerverein wird unsere Schule von Elternbürgschaften, Schulgeld und Sponsoring finanziert. Ab dem dritten Jahr erhalten wir staatliche Zuschüsse. Ehrenamtliche Mitarbeit und vertraglich geregelte Elternarbeit tragen zur Kostenreduzierung bei. SPENDEN jeder Art werden herzlich gerne angenommen!

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